Barbara und Karl Meier

Neschwil: was kommt dir spontan in den Sinn?

Karl: Vor allem die 1. Augustfeier, die seit 1892 auf dem Eggbühl stattgefunden hat. Während 33 Jahren organisierte ich diese Feier und habe für den grossen Augustfunken alle jungen Neschwiler zum Holzsammeln aufgeboten.
Barbara: Die Feuerwehrübung im Brandhaus in Riedikon. Auf dem Bauch mussten wir durch das Haus robben. Mit schwarzen Gesichtern kehrten wir nach Neschwil zurück. Wo wir nach der anstrengenden Übung im Restaurant Freihof eingekehrt sind…

Was verbindet dich mit Neschwil?

Karl: Ich bin 1941 geboren und mit 4 Geschwistern auf dem Bauernhof in Neschwil aufgewachsen. Lange war ich Junggeselle, bis ich Barbara an der Fasnacht in Uster kennenlernte. Für Historisches habe ich mich schon früh interessiert. Man muss die Geschichte aufschreiben, bevor alles vergessen ist. Das Thema «Neschwiler Chronik» war geboren und ist bis heute meine Leidenschaft.
Barbara: Meine grosse Liebe Karl – und unsere schöne Hochzeit in der Kirche Wislig im Mai 1993 – mit Ross und Wagen. Den feinen Apero beim Volg.

Ein besonderes Erlebnis?

Karl: Die Glocke für das «Turmhüsli» reiste 1949 per Bahn von Aarau nach Rikon und wurde mit einem vierspännigen Pferdewagen, begleitet von Schulkindern, nach Neschwil hinaufgefahren. Die Turmuhr wurde aus Andelfingen geliefert.
Barbara: Die wunderschöne 1.August-Feier auf dem Eggbühl. Jedes Jahr backte ich Küchlein – habe sie dann schön zu einem Schweizer Kreuz drapiert. Bei der Ansprache, dem gemeinsamen Singen und dem grossen Höhenfeuer verspürte ich immer eine grosse Verbundenheit.

Was wünschst du dir für die Zukunft für Neschwil?

Karl und Barbara: Dass das Dorfleben und der Zusammenhalt der Neschwiler erhalten bleibt, dass wir füreinander da sind und die Gemeinschaft weiter wächst. Ein weiterer Wunsch ist, dass der Freihof noch lange bestehen bleibt. Auch der alljährliche Herbstmarkt der Frauenfeuerwehr und die Adventsfenster, wo sich die Neschwiler treffen, schätzen wir beide sehr.