Neschwil: Was fällt euch dazu ein?
Renate: Wenn ich im Sommer spazieren ging, kam ich jeweils nur bis zum nächsten Gartenzaun! Immer war jemand bereit für einen Schwatz. Das fand ich so schön.
Elsbeth: Meine früheste Kindheitserinnerung war: Was ich im Dorf gesehen habe, war für mich die Welt. An einem Sonntagabend bin ich mit meinem Vater auf den Eggbühl spaziert und habe total erstaunt entdeckt, dass die Welt dort oben unendlich weiter geht.
Was verbindet euch mit Neschwil?
Elsbeth: Vor ca. 50 Jahren musste ich mich in Australien entscheiden. Bleibe ich dort oder gehe ich wieder heim. Ich habe tief in mir gespürt, dass ich niemals für immer im Ausland leben könnte und dass ich zu stark in Neschwil verwurzelt bin.
Renate: Ich fühle mich hier einfach daheim!
Ein besonderes Erlebnis oder was gefällt euch besonders am Dorf?
Renate: Elsbeth und ich singen jeden Morgen «Wohlauf in Gottes schöne Welt» und selbst sind wir auch schon in vielen Gegenden der Welt gewesen. Aber wenn ich vom Eggbühl aufs Dorf schaue, dann gibt’s nichts schöneres als Neschwil.
Elsbeth: Alles, ich schliesse mich Renate an.
Was wünschst ihr euch für die Zukunft für Neschwil?
Elsbeth: Früher lauerten sich Männer im Dorf mit dem Gewehr auf. Zwei Generationen später heirateten ihre Kinder einander. Ich wünsche mir, dass diese positive Entwicklung weiter geht.
Renate: Dass der Zusammenhalt und Frieden im Dorf erhalten bleibt und wir uns mit Respekt begegnen. Und dass wir uns freuen an unseren wunderbaren Wanderwegen.

