Gusti Heller

Neschwil: Was fällt dir dazu ein?

Neschwil, mein Heimatort. Von meinen 70 Jahren, bin ich  Neschwil nur fünf Jahre «untreu» gewesen. Drei Jahre davon in Uster und zwei Jahre in Wislig. Ich hatte die Gelegenheit ein altes Haus in Neschwil zu kaufen. Ohne Wasser und kein Elektrisch… viel Arbeit wartete auf mich. Mit einer neuen Wasser- und Stromleitung wurde mein Zuhause schon mal wohnlicher.

Was verbindet dich mit Neschwil?

Alles! Wir sind eine grosse Familie, 9 Kinder, davon 2 Zwillingspaare, eines davon sind Vreni und ich. Unser Zusammenhalt ist stark und sehr lebendig. Ein grosser Teil der Familie lebt in Neschwil. Legendär ist unser alljährliches Weihnachtsfest im Restaurant Freihof. Wir sind jeweils bis zu 38 Personen. Früher gab es immer Pastetli. Diese wurden nach Jahren vom Menu-Plan verbannt. Heute entscheidet der jährlich wechselnde Gastgeber, was auf den Tisch kommt.

Ein besonderes Erlebnis oder was gefällt dir besonders am Dorf?

Ich war 25 Jahre lang Präsident des Ornithologischen Vereins. Alle zwei Jahre war es für mich ein grosses Vergnügen, all diese Jungtiere den Besuchern zu zeigen. In schöner Erinnerung ist mir die Jungtierschau zum 50 Jahr-Jubiläum 1994. Was ich nie mehr vergessen werde, ist der herzige kleine schwarze Esel mit seiner Mutter.

Was wünschst du dir für die Zukunft für Neschwil?

Das Neschwil nicht mehr viel weiterwächst. Die ehemalige «Dröschschüür» soll uns noch lange erhalten bleiben. Diese Remise und das Schlachtlokal wurden 1918 im Frondienst gebaut. Die Turmuhr 1949.